Der Spieler, der zur Rechten des Croupiers sitzt, wird Banquier im ersten Spiel und übergibt dem Croupier seinen Einsatz. Die übrigen Spieler setzen nun gegen den Bankier. Sind die Einsätze getätigt, so teilt der Bankhalter die Karten wie folgt verdeckt aus: die erste erhält der Gegenspieler, der den höchsten Einsatz getätigt hat, d. h. der Ponte, die zweite erhält der Bankhalter, die dritte Karte der Ponte, die vierte wieder der Bankhalter. Den Riten des Spiels entsprechend legt der Bankhalter die Karten für den Ponte auf eine Palette, mit der der Croupier die Karten dem Ponte reicht Blackjack, Craps, Roulette, Keno, Baccara, Caribbean Stud, Paigow, Spielautomaten, Videopoker

Hat der Ponte sich erklärt, so deckt der Bankhalter seine Karten auf (er hat sie zuvor noch nicht angesehen). Hat der Bankhalter 8 oder 9 Punkte, so wird eine von seiten der Ponte gewünschte dritte Karte nicht mehr ausgegeben und gleich abgerechnet; hat der Bankhalter jedoch 7 oder weniger Punkte, so gibt er die evtl. vom Ponte gewünschte Karte offen. Nun erklärt der Bankhalter, ob er ziehen will, oder nicht. Er spielt nach dem Schlitten, wenn er sich an die folgenden Ziehungsregeln (Tableau de tirage) hält

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Baccara Regeln

Vorbereitungen:

Zu Beginn einer Partie werden die Karten vom Croupier gemischt und von einem Spieler coupiert, dabei ist folgendes Zeremoniell üblich: Der Croupier legt die Karten offen auf den Tisch und verrührt diese mit beiden Händen, nach einiger Zeit wendet er die Karten, setzt das Rühren mit den nun verdeckten Karten fort und schichtet sie zu einem Stapel (die Taille). Zum Coupieren (Schneiden, Abheben) steckt der Spieler, der zur Linken des Croupiers sitzt, eine neutrale beidseitig rote Karte (Carte de coupe) an der Stelle in den Stapel, wo er abgehoben haben möchte. Das Abheben selbst führt wiederum der Croupier durch. Dieser steckt nun eine weitere neutrale Karte (Carte d' arrêt) vor die siebentletzte Karte und legt den Stapel in den Kartenschlitten (Sabot, engl: Shoe). Wenn später die neutrale Karte erscheint, wird der eben begonnene Coup beendet und danach werden die Karten neu gemischt

Baccara ist ein aufregendes Spiel, das auch im James Bond Roman Casino Royale von Ian Flemming gespielt wurde. Es kommt aus Italien, wo man es erstmals im Mittelalter spielte. Daher stammt auch der Name: aus dem Altitalienischen für „Null“, denn die Bildkarten und die Zehn – welche in anderen Spielen die höchsten Karten darstellen – zählen hier lediglich Null. Später wurde es auch in Frankreich von der Aristokratie gespielt. Heute ist Baccara ein Lieblingsspiel der „High-Roller“ und vieler berühmter Glücksspieler rund um die Welt.

Das Ziel des Spiels: Sie wetten, welche von zwei Händen (die „Player" Hand oder die „Bank" Hand) näher an den Wert 9 herankommt. Sie können auf eine dieser Hände wetten – oder Sie können darauf wetten, dass das Spiel unentschieden endet.

Kartenverteilung und Punkterzielung

Baccara wird mit acht Kartenspielen, die gemischt und in einen „Schuh“ gesetzt werden, gespielt. Jede Hand erhält mindestens zwei Karten, aber nicht mehr als drei. Die erste und dritte Karte, die aus dem Schuh ausgeteilt werden, gehen an den Spieler. Die zweite und vierte Karte gehen an die Bank. Wenn nötig, wird entsprechend der folgenden Tabelle eine dritte Karte ausgeteilt. Alle Karten werden offen ausgeteilt.

Die Kartenbewertung:

  • Bildkarten und Zehner zählen 0;

  • Asse zählen 1,

  • Alle anderen Karten (2 bis 9) entsprechen ihrem Zahlenwert.

Der Wert einer Hand entspricht der letzten Ziffer der Summe aller Punkte. Eine Hand mit einer 8 und einer 9 wird als 7 bewertet (da 8 + 9 = 17). Daher zählen Bildkarten und Zehner auch als 0, denn von dem Kartenwert 10 wird nur die 0 gezählt. Der Wert einer Hand bewegt sich daher immer zwischen 0 und 9 – und im Gegensatz zum Black Jack kann man sich nicht überreizen.

Zählbeispiele:

  • Beispiel 1: 9 + 0 = 9, diese Hand hat den Wert 9.


  • Beispiel 2: 4 + 0 + 9 = 13, diese Hand hat den Wert 3.


Ein Natural

Das Ziel jeder Runde ist es also, so nah wie möglich an den Wert 9 heranzukommen. Daher ist es sehr gut, wenn man bereits mit den ersten beiden Karten 8 oder 9 Punkte erzielt. Wenn das der Fall ist, hat man ein „Natural“. Auch wenn nur ein Teilnehmer ein Natural hat, müssen beide aufhören Karten zu ziehen. Die einzige Punktzahl, die ein „Natural“ 8 schlagen kann, ist natürlich ein Natural 9.

Der Spielablauf

Der Spieler und die Bank bekommen jeweils zwei Karten offen ausgeteilt. Wenn einer ein Natural hat, gewinnt er. Wenn beide ein Natural haben, gewinnt das höhere Natural. Wenn beide ein gleichwertiges Natural haben, ist das Spiel unentschieden.

Wenn weder der Spieler noch die Bank ein Natural hat, dann spielt der Spieler zuerst.

Wenn der Spieler 6 oder 7 Punkte auf der Hand hat, bekommt er keine Karte mehr. Wenn er weniger als 6 Punkte hat, bekommt er eine weitere Karte. Diese drei Karten bestimmen dann den Wert der Hand des Spielers.

SPIELREGELN FÜR DEN SPIELER

Wenn die ersten zwei Karten des Spielers folgenden Wert haben:

Spieler Handlung

0, 1, 2, 3, 4, 5

DRAW (Ziehen)

6, 7

STAND (Passen)

8, 9

STAND (Natural)

Jetzt ist die Bank am Zug. Wenn der Spieler mit 6 oder 7 Punkten passt (und keine dritte Karte gezogen hat), ist das Spiel der Bank einfach: sie muss bei 0, 1, 2, 3, 4 oder 5 Punkten eine Karte ziehen, bei 6 oder 7 Punkten zieht sie nicht.

SPIELREGELN FÜR DIE BANK, WENN DER SPIELER MIT 6 ODER 7 PASST

Wenn die ersten zwei Karten der Bank folgenden Wert haben:

Die Handlung der Bank

0, 1, 2, 3, 4, 5

DRAW (Ziehen)

6, 7

STAND (Passen)

8, 9

STAND (Natural)

Wenn aber der Spieler eine dritte Karte gezogen hat, ist es für die Bank interessanter. In diesem Fall, passt die Bank mit 7 Punkten. Ob sie mit 6 oder weniger Punkten passt oder zieht, kommt auf den Wert der DRITTEN KARTE des Spielers (und nicht auf die gesamten Punkte der HAND) an. Die Regeln, ob die Bank zieht oder passt sind wie folgt:

SPIELREGELN FÜR DIE BANK, WENN DER SPIELER EINE DRITTE KARTE ZIEHT

Punkte
der Bank

Dritte Karte des Spielers

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

7

S

S

S

S

S

S

S

S

S

S

6

S

S

S

S

S

S

D

D

S

S

5

S

S

S

S

D

D

D

D

S

S

4

S

S

D

D

D

D

D

D

S

S

3

D

D

D

D

D

D

D

D

S

D

2

D

D

D

D

D

D

D

D

D

D

1

D

D

D

D

D

D

D

D

D

D

0

D

D

D

D

D

D

D

D

D

D

S = STAND (Passen)

D = DRAW (Ziehen)

Gewinnen

  • Die Hand mit dem höchsten Wert gewinnt.

  • Einsätze auf die Hand des Spielers werden im Gewinnfall 1 zu 1 ausbezahlt.

  • Einsätze auf die Hand der Bank werden im Gewinnfall ebenfalls 1 zu 1 ausbezahlt. Aber bei einem Einsatz auf die Hand der Bank bekommt die Bank eine Provision von 5% des Gewinns, die automatisch von Ihrem Guthaben abgezogen wird.

  • Wenn beide Hände die gleiche Punktzahl erzielen, gewinnt die Wette auf Unentschieden, und erhält eine Gewinnauszahlung im Verhältnis 8 zu 1. Wenn das Spiel unentschieden endet, bleiben alle Einsätze, die auf den Spieler oder die Bank gesetzt wurden, stehen („Push“ oder Unentschieden, d.h. weder ausbezahlt noch zurückgezogen).

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