Früher war es üblich, dass die in einem Spiel benutzten Karten beiseite gelegt wurden und im nächsten Spiel die Karten vom Reststapel aus dem Kartenschlitten gezogen wurden. War der Stapel zu ungefähr drei Viertel abgespielt, wurden die abgelegten Karten mit dem restlichen Talon neu gemischt, und eine neue Taille begann
Auf diese Weise war die Zusammensetzung des Kartenstapels in den einzelnen Spielen sehr unterschiedlich. Kamen z. B. im ersten Coup nach dem Mischen nur wenige hohe Karten, so war die Wahrscheinlichkeit für das Fallen hoher Karten im nächsten Coup natürlich größer geworden.
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Die Regeln des Black Jack sind international nahezu einheitlich, die
nachstehende Beschreibung folgt dem Reglement der Casinos Austria, dieses gilt
auch in den meisten deutschen Casinos, sowie in der Spielbank von Monte Carlo.
Blackjack ist ein beliebtes Spiel, welches wahrscheinlich im 16. Jahrthundert zum ersten Mal in Frankreich unter dem Namen vingt-et-un (einundzwanzig) gespielt wurde. Im Englischen wurde das Spiel später Blackjack (Schwarzer Bube) genannt, da ein Spieler, der das Pik-As und den Pik-Buben als seine ersten zwei Karten auf der Hand hielt, einen Extra Gewinn erhielt.
Das Ziel dieses Spiels ist es, so nah wie möglich an 21 Punkte heranzukommen, ohne mehr als 21 („bust") zu erhalten.
Um zu Spielen:
Die Spieler platzieren Ihre Einsätze in den Kreis am Tisch vor ihrem Sitz. Der Kartengeber gibt dann jedem Spieler zwei offene Karten und sich selbst auch zwei Karten, eine offen und eine verdeckt.
Unser Blackjack können Sie mit mehreren Händen gleichzeitig spielen; und zwar mit bis zu 3 Händen zur gleichen Zeit. Platzieren Sie einfach einen Einsatz in einen der seitlichen Kreise, wenn Sie zusätzliche Hände spielen möchten. Das ist interessanter und erhöht Ihre Gewinnchancen.
Kartenwerte:
König, Dame, Bube und Zehn zählen 10.
Ein As zählt 1 oder 11, wie der Spieler möchte.
Alle andere Karten entsprechen ihrem Zahlenwert (2 bis 9).
Punkte erzielen:
Handelt es sich bei den ersten beiden Karten die gezogen werden um ein As und eine 10'er Karte, so hat der Spieler einen Blackjack und gewinnt das eineinhalbfache seines Einsatzes (3-zu-2), sofern die Bank nicht ebenfalls einen Blackjack hat. Wenn die Bank auch einen Blackjack hält, so ist das Spiel unentschieden und der Wetteinsatz wird weder verloren noch ausgezahlt. Für alle anderen gewonnenen Spiele erfolgt die Auszahlung eins zu eins (1-zu-1).
Ein Blackjack zählt mehr als einfach 21 Punkte. Eine Hand mit einem As und einer Karte die 10 Punkte zählt, ist besser als eine Hand mit den Karten 10, 5, und 6. Obwohl jede Hand 21 Punkte hat, gewinnt der Blackjack.
Ein Spieler, der kein Blackjack hat, kann weitere Karten ziehen mit dem Ziel, möglichst viele Punkte zu erreichen, ohne aber 21 Punkte zu überschreiten. Er darf ruhen („Stand“) oder ziehen („Hit“), solange er noch weniger als 21 Punkte hat. Wenn er mehr als 21 Punkte hat („Busts“) verliert er gleich seinen Einsatz.
Wenn die Karten des Kartengebers weniger als 16 Punkte zählen, muss er eine Karte ziehen. Er muss ruhen, wenn er 17 Punkte oder mehr hat.
Blackjack Terminologie und Spielkontrollen
BET (Wetten)
Platzieren Sie Ihre Jetons in den Kreis als Wetteinsatz.
RE-BET (Wette wiederholen)
Platzieren Sie genau so viele Jetons in den Kreis, wie bei der letzten Hand.
DEAL (Austeilen)
Spielen Sie eine Runde Blackjack mit dem Einsatz, der sich in dem Kreis befindet. Klicken Sie auf „DEAL" (Austeilen) um das Spiel zu starten und den Einsatz zu bestätigen.
HIT (Ziehen)
Eine weitere Karte ziehen.
STAND (Ruhen)
Keine weiteren Karten ziehen.
SPLIT (Verteilen)
Der Spieler setzt den ursprünglichen Einsatz nochmals und teilt die ersten zwei Karten in zwei Hände auf. Die zwei Karten müssen beide denselben Wert haben (z.B.: zwei Fünfer, oder ein König und eine Königin etc.). Nach einem Split zählen ein As und eine 10 Punkte Karte nur 21, und nicht mehr als Blackjack mit der Folge, dass die Gewinnauszahlung nicht 3-zu-2 erfolgt. Solch eine Hand schlägt aber immer noch eine 20 des Kartengebers. Wenn ein Spieler zwei Asse aufgeteilt hat, darf er nur noch eine weitere Karte pro As ziehen.
DOUBLE (Verdoppeln)
Der Spieler erhöht seinen ursprünglichen Einsatz (maximal: verdoppelt) und erhält nur noch eine weitere Karte. Bei einem Blackjack ist ein Double Down nicht zulässig.
INSURE (Versicherung)
Wenn es sich bei der offenen Karte des Kartengebers um ein As handelt, kann der Spieler eine „Insurance" (Versicherung) kaufen. Diese kostet den Spieler die Hälfte seines ursprünglichen Einsatzes zusätzlich und muss gekauft werden, bevor das Spiel weitergeht. Ein Spieler kann INSURANCE kaufen, wenn er glaubt, dass die verdeckte Karte der Bank eine 10'er Karte ist. Hat die Bank einen Blackjack, erhält der Spieler den INSURANCE Einsatz im Verhältnis 2 zu 1 ausbezahlt. Hat die Bank keinen Blackjack, ist der INSURANCE Einsatz verloren und das Spiel geht normal weiter.
PASS
Die Versicherung für diese Runde nicht akzeptieren. Wenn auf Passen geklickt wird und der Kartengeber einen Blackjack hat, verliert der Spieler seinen originalen Einsatz und das Spiel für diese Runde endet (solange der Spieler nicht ebenfalls einen Blackjack hat, in so einem Fall ist es ein Unentschieden (Push)). Wenn der Kartengeber keinen Blackjack hat, wird diese Runde normal weitergespielt.
Betrachtet man die Regeln des Black Jack, so fällt auf den
ersten Blick eine Reihe von Asymmetrien auf, die den Spieler
bevorzugen.
Die Vorteile des Spielers
Gewinnt ein Spieler mit Black Jack, so gewinnt er im
Verhältnis 3 : 2; gewinnt jedoch der Croupier mit Black
Jack, so gewinnt er nur im Verhältnis 1 : 1.
Der Spieler ist frei in den Entscheidungen, ob er eine Karte
verlangen soll oder nicht, wie er ein Ass bewerten soll, und
kann diese abhängig vom Wert der ersten Karte des Croupiers
treffen. Der Croupier aber ist in seiner Spielweise an eine
starre Regel gebunden.
Der Spieler kann mit einem aussichtsreichen Blatt den
Einsatz vor einem Kauf verdoppeln und damit den Croupier
zwingen, das Spiel zum doppelten Betrag fortzusetzen.
Der Spieler kann zwei gleichwertige Karten teilen und so
möglicherweise mit zwei Händen gegen den Croupier gewinnen.
Der Vorteil der Spielbank
Diesen Vorteilen steht natürlich ein - versteckter - Vorteil
der Spielbank gegenüber. Wenn ein Spieler 21 Punkte
überschreitet, so verliert er seinen Einsatz sofort. Wenn
nun in demselben Spiel der Croupier ebenfalls die 21 Punkte
überschreitet, so bleibt das Spiel für den Spieler verloren
und gilt nicht als unentschieden, er erhält ja seinen
Einsatz nicht mehr zurück.
Aus dieser Ungleichheit resultiert der Bankvorteil
(Erwartungswert der Spielbank pro gesetztem Euro) beim Black
Jack; dieser ist natürlich von der gewählten Spielstrategie
abhängig.
Wenn ein Spieler eine Runde mit einem Einsatz von € 100
beginnt und er sich in jeder Situation im Sinne der
Wahrscheinlichkeitsrechnung optimal entscheidet, so steigert
er – infolge der Möglichkeiten zu teilen bzw. zu verdoppeln
– seinen Einsatz im Mittel auf € 111,67 und verliert im
Mittel € 0,53 je Spiel. Der Bankvorteil beträgt daher gerade
0,475 %, damit ist Black Jack das bei weitem am wenigsten
nachteilige Spiel, das in Spielbanken zu finden ist.
Zum Vergleich: Der Bankvorteil bei den einfachen Chancen des
Roulette beträgt 1,35 %, bei den mehrfachen Chancen 2,70 %.
Basic strategy
Hält sich
der Spieler an die folgenden − als Basic
strategy bekannten – Regeln, so
minimiert er den Bankvorteil.
Hard
hands
Als
Hard hand bezeichnet man alle
Kombinationen ohne Ass sowie eine Hand mit
einem Ass, wenn dieses mit einem Punkt
gezählt wird, so ist z. B. die Kombination
A-5-7 eine Hard 13.
Hält
der Dealer ein A, 10, 9, 8 oder 7, so
soll man bei einer Hard 16 kaufen und
bei einer Hard 17 stehenbleiben.
Hält
der Dealer eine 6, 5 oder 4, so soll man
mit einer Hard 12 oder höher
stehenbleiben.
Hält
der Dealer eine 3 oder 2, so soll man
bei einer Hard 12 kaufen aber bei einer
Hard 13 oder höher stehenbleiben.
Soft
hands
Eine
Soft hand ist eine Hand mit einem Ass,
das mit elf Punkten bewertet wird, so kann
z. B. eine Hand aus Ass und Sechs als 17
Punkte gezählt werden.
Bei
einer Soft hand mit 19 oder mehr Punkten
soll man niemals kaufen.
Mit
einer Soft 18 bestehend aus drei oder
mehr Karten soll man nur dann kaufen,
wenn der Dealer eine 9, 10 oder A hält.
Mit
einer Soft 17 bestehend aus drei oder
mehr Karten soll man immer kaufen.
Soft
hand doubles
Eine
Hand von A-2 (soft 13) soll nur gegen
eine 6 verdoppelt werden, in allen
anderen Fällen soll der Spieler kaufen.
Eine
Hand von A-3 (soft 14) oder A-4 (soft
15) soll gegen eine 6 oder 5 verdoppelt
werden, in allen anderen Fällen soll der
Spieler kaufen.
Eine
Hand von A-5 (soft 16) soll gegen eine
6, 5 oder 4 verdoppelt werden, in allen
anderen Fällen soll der Spieler kaufen.
Eine
Hand von A-6 (soft 17) soll gegen eine
6, 5, 4 oder 3 verdoppelt werden, in
allen anderen Fällen soll der Spieler
kaufen.
Eine
Hand von A-7 (soft 18) soll gegen eine
6, 5, 4 oder 3 verdoppelt werden; der
Spieler soll gegen eine 2, 7 oder 8
stehenbleiben und gegen eine 9, 10 oder
A kaufen.
Für eine
Hand mit zwei Assen (soft 12) siehe Splits.
Hard
hand doubles
Eine
Hard hand von 8 oder weniger Punkten
soll man niemals verdoppeln.
Eine
Hand von 9 Punkten (ohne Ass) bestehend
aus zwei Karten soll man nur dann
verdoppeln, wenn der Dealer eine 6, 5, 4
oder 3 hält.
Eine
Hand von 10 oder 11 Punkten (ohne Ass)
bestehend aus zwei Karten soll man stets
verdoppeln, ausgenommen der Dealer hält
10 oder A.
Eine
Hard hand mit 12 oder mehr Punkten soll
man niemals verdoppeln.
Splits
Zwei
Asse soll man immer teilen, ausgenommen
der Dealer hat ein Ass.
Zweier, Dreier und Siebener soll man nur
dann teilen, wenn der Dealer eine 2, 3,
4, 5, 6 oder 7 hält.
Zwei
Vierer soll man nur dann teilen, wenn
der Dealer eine 5 oder 6 hält.
Fünfer und Zehner soll man niemals
teilen.
Zwei
Sechser soll man nur dann teilen, wenn
der Dealer eine 2, 3, 4, 5 oder 6 hält.
Zwei
Achter soll man immer teilen,
ausgenommen der Dealer hat 10 oder A.
Zwei
Neuner soll man immer teilen,
ausgenommen der Dealer hat eine 7, 10
oder A.
Insurance (Versicherung)
Es ist
nicht sinnvoll, sich gegen einen Black
Jack des Croupiers zu versichern bzw.,
falls der Croupier als erste Karte ein Ass
hält, sich einen Black Jack zum
Verhältnis 1:1 auszahlen zu lassen.
Anmerkung: Die hier angegebene Strategie
ist optimal bezüglich des obigen Reglements.
Regel-Abweichungen bedingen auch Änderungen
der optimalen Strategie